KEINE ANGST VOR DER MATURA!

Bevor du die nächsten Meilensteine deiner Zukunft planst, liegt noch die Reifeprüfung vor dir. Wir haben die „alten Hasen“ des letzten Jahres gefragt, wie sie die Matura erlebt haben, wie ihre Zukunft aussieht und welche persönlichen Tipps und Erfahrungen sie mit der Next Generation teilen möchten.

SOPHIA AUS VORARLBERG

Wie habe ich die Matura 2021 erlebt?

Ich habe die Matura an einer Handelsakademie absolviert. Es war nicht immer leicht, besonders da sie während Corona stattgefunden hat. Die Umstände waren schon sehr fordernd.ch habe viel gelernt und zum Glück alles bestanden.

Was ist mein Plan für die Zukunft?

Ich habe im September dieses Jahres angefangen bei einer Bank zu arbeiten und das möchte ich auch in Zukunft weiterhin machen. Dieser Bereich hat mich schon immer interessiert.

Welche Tipps möchte ich den nächsten MaturantInnen mitgeben?

Früh genug mit dem Lernen anfangen – auch wenn es nur kleine Dinge sind. Was man einmal gelernt hat, sitzt und man hat am Tag vor der Prüfung nicht so große Angst, besonders bei der mündlichen Matura, wenn man den ein oder anderen Themenpool besser beherrscht.  

Auf jeden Fall, sich einen Überblick über die ganzen Themen im Vorhinein zu schaffen! Wichtig ist, dass man sich Prüfungen der Jahre zuvor anschaut und auch durchrechnet, beispielsweise in Mathe. Ich habe mir auch genau eingeteilt, welche Fächer und wie viel Stoff ich an den Tagen durcharbeite und lerne – das hat mir geholfen, da ich immer einen Fortschritt sehen konnte, sonst hätte ich nicht gewusst, wie ich den ganzen Stoff schaffen sollte.

Während der Prüfungstage ist es wichtig ruhig zu bleiben. Zielstrebig sein, an sich glauben und nicht die Hoffnung verlieren, das ist das Wichtigste! Viel Glück!

ELISABETH AUS SALZBURG

Wie habe ich die Matura 2021 erlebt?

Es war sehr viel Ungewissheit da, da wir am Anfang des Jahres nicht wussten, wie unsere Matura ablaufen wird. Darüber hinaus war der ständige Wechsel zwischen Home-Schooling und normaler Schule auch sehr anstrengend und kontraproduktiv. Was aber ein sehr wichtiger Punkt ist: Es gab Maßnahmen und Erleichterungen, ohne die wohl die meisten von uns die Matura nicht geschafft hätten. Negativ hervorheben muss ich aber, dass viele sagten, dass es keine richtige Matura sei und wir sie geschenkt bekommen, dem ist nämlich überhaupt nicht so.

Was ist mein Plan für die Zukunft?

Ich arbeite derzeit als Teilzeitkraft in einer Firma für Baustoffgroßhandel in der Fakturierung, da ich noch nicht weiß, was genau ich studieren will. Dieser Job ist allerdings befristet bis Mai 2022. Was danach kommt, weiß ich noch nicht, aber ich freue mich auf die Entscheidungsfindung!

Welche Tipps möchte ich den nächsten MaturantInnen mitgeben?

Macht euch nicht zu viel Stress, aber verliert wichtige Dinge nicht aus den Augen! Holt euch Erfahrungsberichte aus den letzten beiden Jahren und erstellt einen Plan, mit welchem ihr lernen möchtet. Das bietet Sicherheit, auch die Schulen wieder auf Distance Learning umsteigen sollten.

IRIS AUS WIEN

Wie habe ich die Matura 2021 erleben?

Ich hatte zuerst Angst vor der Matura, aber für mich waren es einfach nur wie sehr lange Schularbeiten. Also wirklich nicht schlimm. Ich bin (so wie die meisten) nur schriftlich angetreten. Man hatte genug Zeit, auch wenn ich mich in Englisch über noch mehr Zeit gefreut hätte.Texte zu schreiben dauert immer länger. Insgesamt war es ein positives Ergebnis.

Was ist mein Plan für die Zukunft?

Ich wurde in meinen Traumstudiengang aufgenommen und freue mich ab September dort zu studieren. Ich wusste immer schon, dass ich in die Baubranche einsteigen will. Auch gerade, weil Frauen dort eher unterrepräsentiert sind. Mein großer Traum ist es in Zukunft selbständig als Bauträgerin zu sein.

Welche Tipps möchte ich den nächsten MaturantInnen mitgeben?

Ich habe in Deutsch, Englisch und Mathematik schriftlich maturiert, daher hier meine Tipps dazu: Englisch : viele Übungstexte schreiben, am besten die alten Matura Angaben zur Inspiration nehmen Deutsch: Stilmittel lernen (habe ich leider nicht gemacht) Mathe: Alle Beispiele in der Übungsphase (und natürlich auch davor) durchrechnen! Bei der Matura ist das Ergebnis wichtig und meistens der Rechenweg egal.

 

ROMAN AUS NIEDERÖSTERREICH

Wie habe ich die Matura 2021 erleben?

Positiv, durch die jahrelange Vorbereitung und die viel zu schweren Vorbereitungsprüfungen während dieser Zeit erschien die Matura viel einfacher, als gedacht. Ich habe mich sehr gut vorbereitet gefühlt.

Was ist mein Plan für die Zukunft?

Ich möchte zuerst an der FH Technikum Wien den Bachelor und dann den Master of Science im Studiengang Mechatronik/Robotik angehen. Ich habe aber auch vor, mich weiterhin wirtschaftlich weiterzubilden.

Welche Tipps möchte ich den nächsten MaturantInnen mitgeben?

Nicht so viel Druck aufbauen, bei uns hat es eigentlich jeder geschafft bis auf die, die viel zu nervös waren. Ihr seid mehrere Jahre auf eine große Prüfung vorbereitet worden. Und die Matura ist genau das, groß, aber nicht schwer. Viele Aufgaben, aber keine unmöglichen. Bereite dich vor, wie du es für richtig hältst. Der Aufgabenpool und vorgängige Maturaprüfungen sind perfekt dafür, um sich ein Bild zu machen, wie diese aufgebaut sind und auf welchem Niveau die Beispiele sind.

 

EVA AUS SALZBURG

Wie habe ich die Matura 2021 erlebt?

Grias enk, für mich war die Matura nach einem harten Corona-Schuljahr eine große Herausforderung. Diese kann man aber auch meistern. Zumeist nicht alleine, sondern mithilfe von Freunden. Ohne die, wäre es schwerer gewesen. Der regelmäßige Austausch war sehr wichtig.

Was ist mein Plan für die Zukunft?

In Zukunft werde ich auf meine Matura 2021 zurückblicken und lächelnd an die Challenges denken, die wir in diesem Jahr alle meisternmussten und gemeistert haben!

Welche Tipps möchte ich den nächsten MaturantInnen mitgeben?

Früh genug mit dem Lernen anfangen – auch wenn es nur kleine Dinge sind. Was man einmal gelernt hat, sitzt und man hat am Tag vor der Prüfung nicht so große Angst, besonders bei der mündlichen Matura, wenn man den ein oder anderen Themenpool besser beherrscht.

NORA AUS NIEDERÖSTERREICH

Wie habe ich die Matura 2021 erlebt?

Den Weg dorthin habe ich als schwierig empfunden, da lange keiner wusste in welcher Form die Matura stattfinden würde. Schließlich habe ich sie mir dann doch schwerer vorgestellt, als sie tatsächlich war, weil es ja auch durchaus viele Erleichterungen für uns MaturantInnen gegeben hat (die wir aber auch gebraucht haben 😅)

Was ist mein Plan für die Zukunft?

Ab Oktober beginne ich das Publizistikstudium, worauf ich mich schon sehr freue.

Welche Tipps möchte ich den nächsten MaturantInnen mitgeben?

Macht euch nicht fertig und macht euch keinen Stress! Eure Schule muss euch jahrelang auf die Matura vorbereiten – dafür ist sie da.Lernt nach eurem Tempo und lasst euch von keinem beeinflussen. Jeder hat andere Lernstrategien, Stärken und Schwächen :)

 

 

MATURA IN EINER PANDEMIE

Auch 2021 war die Matura von der Pandemie geprägt und damit besonders fordernd für viele MaturantInnen. Sie berichten von Einschränkungen im Schulbetrieb, was auch die Vorbereitungen und Lernstrategien für die Maturaprüfungen beeinflusst hat. Auch der Kontakt zu MitschülerInnen kam vielen Befragten zu kurz – der Austausch über den Lernstoff, das gemeinsame Lernen, das gegenseitige Motivieren. Geholfen haben verschiedene Online-Tools, sowohl zum Pauken, als auch zum persönlichen Austausch.

GELASSENHEIT UND GUTE VORBEREITUNG

Ausreichende Vorbereitung auf die Lern- und Prüfungsphase und die innere Ruhe ist laut den „alten Hasen“ das einfache Erfolgsrezept, um entspannt und erfolgreich durch die Matura zu kommen. Die allermeisten erzählen, dass die Prüfungen letztlich gar nicht so dramatisch waren, wie sie angenommen hatten. Immerhin hat man bereits einige Schuljahre und die eine oder andere sehr anspruchsvolle Schularbeit hinter sich und die Matura ist im Prinzip nichts anderes als eine „große“ Prüfung zum Schluss. Sie empfehlen, frühzeitig einen Lernplan aufzustellen, eine passende Lernstrategie zu finden und ausreichend Pausen für Freizeit zu berücksichtigen. Besonders hat es geholfen, ältere Prüfungen und Musterarbeiten durchzuarbeiten – insbesondere in sprachlichen Fächern und in Mathe.

GETEILTES LEID IST HALBES LEID

Der Kontakt mit MitschülerInnen, LehrerInnen und Freunden war in dieser Zeit besonders wichtig. Regelmäßige Lerngruppen (zu verschiedenen Fächern), unabhängig davon, ob digital oder in Präsenz – mit „Leidensgenossen“ zusammenzukommen war für viele MaturantInnen eine sehr große Hilfe. Zudem war der Austausch mit den LehrerInnen unerlässlich. Viele Lehrkräfte hatten sich optimal an die neuen Bedingungen angepasst, waren sehr gut erreichbar und haben bei dem einen oder anderen Hänger ausgeholfen. In der Maturaphase ist es ebenso wichtig, sich Zeit für Freunde und Freizeit zu nehmen. Zwischendurch etwas Spaß zu haben, fördert die Konzentration und steigert den Lernerfolg.