TOP-JOBS: WER IST GEFRAGT BEI ÖSTERREICHS UNTERNEHMEN?

2021/22: Die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt erholen sich trotz fortwährender Pandemie von den Lockdowns und Krisenmonaten. Der Vorkrisenstatus „ArbeitnehmerInnenmarkt“ (also dass die ArbeitnehmerInnen den Job-Markt bestimmen) scheint wiederhergestellt – besonders in den Branchen, die schon jetzt wieder unter einem Mangel an qualifizierten Fachkräften leiden. Kurz gesagt: Fachkräftemangel 2021 – old story new.

FACHKRÄFTEBEDARF IN ZAHLEN

Das Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft stellte in einer Studie aus dem Jahr 2018 fest, dass rund 162.000 zusätzliche Fachkräfte gebraucht würden. Dies belastet die Wirtschaft enorm. Laut einer Studie von Ernst&Young haben 83 Prozent der österreichischen Mittelstandsunternehmen Schwierigkeiten, geeignete qualifizierte MitarbeiterInnen zu finden und 40 Prozent beklagen erhebliche Umsatzeinbußen infolge dieses Fachkräftemangels.

Wie sehen die Betriebe den Fachkräftebedarf? © WKO

  • 62 % der Unternehmen spüren einen starken oder sehr starken Fachkräftemangel
  • 61 % der Betriebe spüren Umsatzeinbußen durch den Fachkräftemangel
  • 4 von 10 Unternehmen führte der Fachkräftemangel bereits zur Einschränkung von Innovationen
  • insbesondere Handwerksberufe werden vermehrt gesucht

WIN-WIN-SITUATION

Was bedeutet das nun für dich? Es bedeutet, dass dich Österreich dabei unterstützt, eine gefragte Fach-Ausbildung, deinen individuellen Fähigkeiten entsprechend, abzuschließen. So findest du in weiterer Folge einen sicheren Arbeitsplatz und die Wirtschaft profitiert von deinen Kenntnissen.

Zielführende Maßnahmen, dem Fachkräftemangel wirksam entgegenzutreten, sind einerseits die verstärkte Aus- und Weiterbildung, insbesondere im Bereich der Lehrlingsausbildung. Eine Lehre kann auch nach der Matura ein guter Start ins Berufsleben sein (siehe unterhalb). Andererseits ist es wichtig, das bestehende österreichische Arbeitskräftepotenzial besser zu nutzen und beispielsweise Frauen speziell in technischen Berufen verstärkt auszubilden. Traue dich also, auch „unkonventionelle“ Berufe auszuprobieren“

LEHRE NACH DER MATURA: VERKÜRZTE LEHRZEIT FÜR MATURANTiNNEN

AbsolventInnen einer AHS oder BHS können die Lehre als zusätzliche praxisorientierte Berufsausbildung in relativ kurzer Zeit absolvieren – in nur zwei Jahren. Diese verkürzte Lehrzeit gilt auch für AbsolventInnen einer mindestens dreijährigen berufsbildenden mittleren Schule oder Jugendliche, die bereits einen Lehrberuf erlernt haben. Der Berufsschulbesuch erfolgt dann in komprimierter Form.

Du willst mehr erfahren? Schreibe eine E-Mail an lehre_berufsausbildung@bmdw.gv.at

MINT GIRLS CHALLENGE

Die österreichweite MINT-Girls Challenge wurde 2021 zum ersten Mal durchgeführt. Sie rückt die Möglichkeiten technischer Berufe in den Vordergrund und zeigt, dass diese schon lange keine reine Männerdomäne mehr sind. Kinder und Jugendliche konnten die MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – durch die Beschäftigung mit dem Thema kennenlernen.

Die MINT-Girls Challenge 2021 war ein voller Erfolg: Mehr als 100 Mädchen haben mit ihren Ideen für die Zukunft daran teilgenommen. Die eingereichten Ideen der jungen Forscherinnen, Entwicklerinnen, Technikerinnen und Mathematikerinnen waren voll Fantasie und Erfindergeist. Die meisten beschäftigten sich mit Nachhaltigkeit und der Schaffung einer lebenswerten Zukunft für uns alle.

Interesse geweckt?
mint-girls.at

Deine Ideen sind wichtig!