EIN HEER VON KARRIEREMÖGLICHKEITEN

Weiterentwickelter Grundwehrdienst, Teiltauglichkeit und Anreize für die Miliz machen das Bundesheer nach interessanter. Anschließend an die Grundausbildung stehen sichere Jobs und spannende Ausbildungsmöglichkeiten zur Wahl.

WER IST „TAUGLICH“?

Wer die Stellungsuntersuchung mit „tauglich“ bestanden hat, auf den wartet nicht nur ein abwechslungsreicher Grundwehrdienst beim Österreichischen Bundesheer, sondern auch eine Vielzahl an weiteren Möglichkeiten, die für die eigene berufliche Zukunft wirklich spannende Perspektiven eröffnen.

Beim Heer entwickelt sich gerade vieles weiter: Zusätzlich zur Attraktivierung des Grundwehrdienstes gibt es etwa nun auch die Teiltauglichkeit. „Volltaugliche“ werden wie bisher uneingeschränkt beim Bundesheer oder beim Zivildienst eingesetzt. „Teiltaugliche“ hingegen werden in einer für sie individuell passenden Verwendung und Tätigkeit wie etwa im Verwaltungs- oder Versorgungsbereich eingesetzt. Jeder kann seinen Beitrag für ein starkes Heer leisten..

ATTRAKTIVER GRUNDWEHRDIENST PLUS MILIZ-BONUS

Besonders wichtig: Der Grundwehrdienst wird deutlich attraktiver. In Zukunft sollen die Soldaten nicht nur militärisch ausgebildet, sondern auch zum Beispiel in politischer Bildung und Digitalisierung gefördert werden. Die Ausbildung wird an die jeweilige Einsatzfunktion angepasst. Außerdem wird es in Zukunft ein breites Angebot an zertifizierten Zusatzausbildungen geben. Das erleichtert den Einstieg in einschlägige Berufe. Am Programm stehen auch interessante finanzielle Anreize. Es zahlt sich auch aus, sich wie- der für die Miliz zu interessieren. Wer sich während des Grundwehrdienstes freiwillig zu Milizübungen verpflichtet, erhält dafür ab dem 3. Ausbildungsmonat eine monatliche Anerkennungsprämie von 400 Euro. Und alle Soldaten, die sich zur Milizkaderausbildung anmelden, können Teile der Ausbildung im Rahmen der Basisausbildung absolvieren und bekommen dafür im Monat 200 Euro zusätzlich.

FUNDIERTE AUSBILDUNG

Die fundierte Basis-Ausbildung beim Bundesheer besteht aus drei Abschnitten. Im ersten Abschnitt, der Grundausbildung, erlernt man die wichtigsten militärischen Basics. Im zweiten und dritten Abschnitt der Basisausbildung wird man in einer speziellen Waffengattung ausgebildet. Nach erfolgter Ausbildung wartet ein Heer von Karrieremöglichkeiten, wie die nachfolgen- den Beispiele zeigen.

STARK IM TEAM

Wer Verantwortung übernehmen und seinen Job mit einer Ausbildung verbinden will, für den ist das Berufsbild des Unteroffiziers attraktiv. Als Unteroffizier arbeitet man als KommandantIn ei- ner Truppe, Ausbilder oder Experte in seinem Fachgebiet ganz eng mit den Soldatinnen und Soldaten zusammen. Man ist Bindeglied zwischen der Mannschaft und den Offizieren. Die Fachkenntnisse der Unteroffiziere sind beim Bundesheer besonders gefragt. Die Ausbildung besteht aus drei Abschnitten und dauert insgesamt 18 Monate. Von Beginn an sammelt man Berufserfahrung und kann seine Qualifikationen in zahlreichen Fortbildungen und Lehrgängen ausbauen. Nach positivem Abschluss erhält man ein WIFI-Zertifikat als „Qualifizierte Führungs- kraft“ und den Dienstgrad Wachtmeister. Während der gesamten Ausbildung wird man bezahlt.

SICHER IM EINSATZ

Wer mindestens 6 Monate Grundwehrdienst geleistet und eine Eignungsprüfung positiv absolviert hat, kann auch in eine Kaderpräsenzeinheit des Bundesheeres aufgenommen werden. Dort kommt man in Regionen im In- und Ausland zum Einsatz, die von Krisen und humanitären Katastrophen betroffen sind. Schnelles Handeln, Teamwork und Professionalität sind hier besonders gefragt. Daher erhält man als Soldatin oder Soldat einer Kaderpräsenzeinheit laufend Trai- nings und Spezialausbildungen. Das zahlt sich auch finanziell aus: Während des Dienstes gibt es neben 14 Monatsgehältern auch Prämien und Zulagen. Wichtig: Der Job als Soldatin und Soldat einer Kaderpräsenzeinheit eröffnet vielfältige Karrierewege – vom Unteroffizier oder Offizier bis zum zivilen Beruf. Und wer sich für einen zivilen Job entscheidet, bekommt vom Heer einen Teil der Ausbildung finanziert.

RICHTIG NACH OBEN

Auch für angehende Führungskräfte bietet das Bundesheer attraktive Zukunftschancen. Wer die Matura absolviert hat, gerne Entscheidungen trifft und seinen Job mit einem Studium verbinden will, ist bei der Ausbildung zum Bundesheer-Offizier richtig (s. Seite 135). Die Ausbildung dauert 48 Monate. Zusätzlich bietet das Bundesheer die Möglichkeit, ein Auslandssemester an einer Partner-Universität und ein Berufspraktikum bei einem befreundeten internationalen Verband zu machen. Im letzten Abschnitt der Ausbildung studiert man an der Theresianischen Militärakademie. Während der gesamten Ausbildung wird man natürlich bezahlt.

INTERNATIONAL AKTIV

Grenzenlose berufliche Einsätze kennzeichnen nicht nur Jobs in der Privatwirtschaft, sondern auch Aufgaben beim Bundesheer. Im Rahmen internationaler Operationen zur Friedenssicherung, Konfliktverhütung und Hilfeleistung in Katastrophenfällen ist man bei Auslandseinsätzen an Ort und Stelle, um Menschen in den unter- schiedlichsten Regionen zu unterstützen. Voraussetzung dafür sind mindestens 6 Monate Grundwehrdienst oder Ausbildungsdienst.

Fazit: Das Bundesheer bietet viel mehr Möglichkeiten, als manche glauben. So viele spannende und gleich- zeitig sichere Aufgaben und Jobs kann kaum ein anderer Arbeitgeber bieten.

Mehr auf karriere.bundesheer.at

DER NEUE GRUNDWEHRDIENST

Das hast du vom neuen Grundwehrdienst:

Eine fundierte militärische Ausbildung und Berufsfortbildungen.

+ € 400 monatlich bei freiwilliger Meldung zur Miliz.*

+ € 200 monatlich bei Absolvierung der Milizkaderausbildung im Grundwehrdienst.

Freiwillige Assistenzeinsätze mit sehr guter Bezahlung.

*ab dem dritten Monat im Grundwehrdienst

30 Tage Miliz verdoppeln das Grundwehrgeld:

Grundwehrdienst + 30 Tage Miliz = 800,- pro Monat*

*Wer sich als Grundwehrdiener freiwillig für 30 Miliz-Übungstage meldet (verteilt über 10 Jahre abzuleisten), erhält zusätzlich zum Grundwehrdienst-Monatsgeld von € 400,– weitere € 400,–

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INTERESSANT FÜR FRAUEN

Karrieren beim Heer sind schon lange keine Männerdomäne mehr. Wer sich als Power-Frau fühlt und bereit für einen ungewöhnlichen Job mit Perspektive ist, ist beim Bundesheer an der richtigen Adresse. Es warten Ausbildungen zur Führungskraft oder zur Spezialistin für Einsätze im In- und Ausland. Wichtig: Beim Heer bestimmen tatsächlich die persönlichen Interessen, welchen Job man übernimmt – von der Panzerfahrerin bis zur Pilotin, von der Expertin bis zur Führungskraft. Neben der breiten Auswahl an Jobs und Ausbildungsmöglichkeiten und guten Aufstiegschancen ist das Bundesheer auch aus einem weiteren Grund für Frauen interessant: Während andere von gleicher Bezahlung nur reden, ist sie beim Heer Realität.