DIE LETZEN SECHS PRÜFUNGEN

Generell besteht die Matura aus sieben Teilen, aus der VWA bzw. DA sowie den schriftlichen und mündlichen Prüfungen. Diese können entweder 3+3 oder 4+2 kombiniert werden. Doch wie wählt man diese Fächer aus, was hat das mit weiteren Zukunftsplänen zu tun und worauf sollte man sonst noch achten?

WORIN MATURIERE ICH ÜBERHAUPT?

Bei den mündlichen Gegenständen hast du freie Hand, solange du im Laufer deiner Schulzeit die Mindestanzahl an erforderlichen Unterrichtsstunden pro Woche erreicht hast. Nicht so bei den schriftlichen Fächern: GymnasiastInnen müssen in ihrer Unterrichtssprache (meist Deutsch), in Mathematik sowie einer lebenden Fremdsprache antreten. Bei BHS-SchülerInnen hängen die verpflichtenden Fächer vom Schultyp ab. Grob gilt: Unterrichtssprache, eine lebende Fremdsprache sowie ein „mathematisches“ Fach (angewandte Mathematik, Rechnungswesen oder BWL).

Wähle nicht nur nach deinen bisherigen Noten, sondern auch nach persönlichem Interesse aus. Wenn du beispielsweise Medizin studieren möchtest, kann eine Biologie-Matura als Vorbereitung hilfreich sein. Außerdem solltest du bedenken, dass du für die Vorbereitung zur schriftlichen Prüfung weniger Zeit hast.

VOR DER MATURA

Die Zeit nach dem letzten Schultag, vor der ersten Matura-Klausur solltest du unbedingt nutzen, um dich auf die Prüfungen vorzubereiten. Beachte dabei, dass die Freizeit für die Maturavorbereitung gedacht ist – die Ferien starten erst später. Lernpläne und Lerngruppen erleichtern die Zeiteinteilung. In den Vorbereitungsstunden wird der maturarelevante Stoff noch einmal im Schnelldurchlauf behandelt, hier bleibt auch Zeit für individuelle Fragen und Probleme.

AN DIE STIFTE, FERTIG, LOS!

Die schriftliche Matura ist zentralisiert, es bekommen also alle SchülerInnen desselben Schultyps dieselbe Prüfung zur selben Zeit. Sei am besten eine halbe Stunde vor Prüfungsbeginn vor Ort und bring Getränke und evtl. kleine Snacks mit. Immerhin dauern die Klausuren bis zu 300 Minuten. Nimm dir also ruhig die Zeit, zwischendurch eine Banane zu essen oder ins berühmte „Narrenkasterl“ zu schauen, wenn die Konzentration nachlässt.

Solltest du eine schriftliche Prüfung nicht bestehen, kannst du zur Kompensationsprüfung antreten. Dafür musst du dich aktiv anmelden, das ist allerdings nur möglich, wenn du in maximal einem Fach durchgefallen bist.

DER MÜNDLICHE ABSCHLUSS

Keine Angst vor den mündlichen Prüfungen! Die Lehrpersonen werden ein freundliches Gespräch mit dir führen, die Kommission wirst du kaum bemerken. Niemand will, dass du durchfällst.

Vor einer Prüfung hast du je nach Fach zehn bis zwanzig Minuten Vorbereitungszeit, nutze diese für strukturierte Notizen. Die anschließende Prüfung dauert in etwa zehn Minuten. Konzentriere dich gleich auf die Fragen, die dir besonders liegen, damit holst du die ersten Pluspunkte.

DIE SPECIALS DES LETZTEN JAHRES

Matura macht man nur einmal!

Du darfst diese Zeit also gebührend feiern – dazu gehören u. a.

  • ein Maturastreich
  • eine Maturareise
  • eine Maturazeitung
  • ein Maturaball
  • sowie die Maturafeier. Um das Rahmenprogramm kümmert sich meist die Schule, doch es liegt an euch, die Feier zu etwas ganz Besonderem zu machen.